Praxistipp

Methoden für Dialog-Veranstaltungen

Gute Verwaltung findet im Hinterzimmer statt? Dieser provokativen Aussage würden zum Glück nur die wenigsten zustimmen. Stattdessen setzt sich mehr und mehr die Überzeugung durch, dass Transparenz und Kommunikation zwischen Verwaltung und Einwohner*innen unerlässlich sind für Akzeptanz, Teilhabe und hohe Qualität bei kommunalen Entscheidungsprozessen.

Der Austausch zwischen Einwohner*innen, Politik und Verwaltung kommt allen Beteiligten zu Gute: Politik und Verwaltung lernen mehr über den Alltag und die verschiedenen Lebensrealitäten der Einwohner*innen ihrer Stadt. Sie können so eigene politische Entscheidungen und Vorhaben, aber auch die Verwaltungsarbeit reflektieren. Ebenso lernen Einwohner*innen mehr über die Umstände der Entscheidungsverantwortlichen und können dadurch Vorhaben und Entscheidungen besser nachvollziehen. So gestalten Kommunen mit Hilfe partizipativer Veranstaltungen den Weg zur Weltoffenen Kommune gemeinsam mit den Einwohner*innen.

Die Zielstellung entscheidet über die Methode

Für einen gelingenden Austausch sollten verschiedene Punkte brücksichtigt werden. Zwei Fragen sind besonders wichtig:

  1. Was sind Ziel und Zweck der Dialogveranstaltung? Geht es darum, die Einwohner*innen über einen Sachverhalt zu informieren, soll deren Perspektive eingefangen oder soll gemeinsam mit ihnen eine neue Projektidee entwickelt werden? In anderen Worten: Wollen Sie die Einwohner*innen informieren, ihre Beratung einholen oder die Einwohner*innen mitentscheiden lassen?
  2. Welches Veranstaltungsformat passt am besten? Dabei steht das Ziel der Dialogveranstaltung im Vordergrund. Die Methoden dienen nur als Mittel zum Zweck und sollten daher so eingesetzt werden, dass sie die Erreichung des Ziels befördern.

Bei dem Format der Dialogveranstaltung haben Sie die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Methoden. Für einen ersten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten haben wir hier einige Formate zusammengestellt. Diese können Sie für einmalige Veranstaltungen, aber auch mehrteilige Dialogreihen nutzen.

Viele Methoden eignen sich für das Format

Annalena Rehkämper


Annalena Rehkämper ist Beraterin im Team Öffentlicher Sektor der PHINEO gAG. Im Modellprojekt Weltoffene Kommune verantwortet sie die Konzeption und Durchführung der Dialogveranstaltungen sowie die Entwicklung und Umsetzung des Selbsteinschätzungsinstruments. Hier bringt sie unter anderem ihre Erfahrungen aus der Demokratieförderung und Prozessbegleitung ein.